Stadtvision Bruck an der Mur 2030 Foren Visionsthema: Altstadt / Wirtschaft / Tourismus Entwicklungsziele: Altstadt/ Wirtschaft/ Tourismus

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    ÖFFENTLICHER RAUM & GESELLSCHAFT

    25. Bruck als Stadt der kurzen Wege soll im Bewusstsein der Region fest verankert werden: Ein städtebauliches Gestaltungskonzept für die Verbindungsachse Bahnhof-Altstadt mit dem Wiener Tor als zentralem Element sowie eine bessere Verbindung des Parkhauses mit der Altstadt sollen in Angriff genommen werden, um insbesondere auch weitere Anreize zur KFZ-Verkehrsreduktion in der Altstadt zu schaffen.

    26. Die attraktive Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raumes als authentischer Lebensraum und als sozial integrierender, die Lebensqualität bestimmender Faktor soll als Leitgedanke im Bewusstsein aller Akteure fest verankert werden.

    27. Ein ausgewogenes, vielfältige soziale Nutzungen anregendes Verhältnis zwischen nicht-kommerzialisierten und kommerziellen Aufenthaltsbereichen insbesondere im Hauptplatzbereich und den angrenzenden Zonen wird durch gestalterische und rechtliche Maßnahmen gefördert. (Stichwort: Deregulierungen.)

    28. Wo immer möglich wird bei Gestaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen des öffentlichen Raumes ein partizipativer, die Bevölkerung, insbesondere auch die Jugend, einbeziehender Ansatz verfolgt. Der öffentliche Raum soll wieder verstärkt zum Aushandlungsgegenstand einer von der Bevölkerung gemeinsam getragenen sozialen Verantwortung werden und so zu einem Sozialraum mit „mediterranem Flair“.

    29. Es wird eine Verlängerung der Aufenthaltsdauer im öffentlichen Raum durch die Schaffung auch konsumfreier sozialer Austauschanreize (spielgerechte Stadt, konsumfreie Begegnungs- und Aufenthaltsbereiche) angestrebt.

    30. Eine In-Wert-Setzung der Brucker Stadtpassagen als charaktergebende Elemente einer Stadt der kurzen Wege wird umgesetzt.

    31. Shared Space Projekte (zunächst temporär z.B. Schiffländ, Minoritenplatz) sollen die Kultur einer Interessensbalance zwischen Autoverkehr und anderen Verkehrsformen etablieren. Zwischennutzung von Parkplatzflächen für temporäre soziale Nutzungen tragen dazu bei, den öffentlichen Raum als Begegnungsraum erlebbar zu machen.

    32. Die Herstellung eines engeren Flussraumbezugs zwischen Schiffländ und Mur: Orientierung attraktiver Aufenthaltsbereiche zum Wasser, Zugänge / Sitztreppenanlagen zum Wasser, Plattformen o.ä. wird forciert.

    33. Es erfolgt die Erstellung einer langfristigen Vision für den Bereich Schiffländ (Gebäude-/ Erdgeschoßzonennutzung in Verbindung mit anbindendem öffentlichen Raum).

    34. Die Etablierung einer Flanier- und Sinniermeile (für Radfahrer und Fußgänger) – Erschließung von Kulturdenkmälern, Innenhöfen, Aussichtspunkten (), (Spiel)plätzen wird umgesetzt.

    35. Es wird kontinuierlich mit temporären (Neu)Gestaltungen zur Attraktivierung (Themenwege, Schaufensteraktionen etc.) des Öffentlichen Raumes experimentiert.

    36. Attraktivierung der Grünflächenbewirtschaftung: Bruck bleibt so grün wie es ist und setzt in Zukunft auf ökologische und nachhaltige Bepflanzung. Es wird ein zeitgemäßes, stimulierendes, soziales Engagement evozierendes „Brucker Grünflächenprofil und Grünraumgestaltungs- und Bewirtschaftskonzept“ erarbeitet und umgesetzt.

    37. Schlossberg als Alleinstellungsmerkmal: Die Inwertsetzung des Schlossberg-Plateaus wird – Infrastruktur für temporäres gastronomisches Angebot und Bespielung – in Angriff genommen. So entsteht ein Treffpunkt für Kultur- und Kulinarikliebhaber mit über die Stadtregion hinaus reichender Strahlkraft.

    38. Räume zur Artikulation der Jugend und lebendige Freiraumkultur werden geschaffen (z.B.: Aufenthaltsbereich am Murspitz, Terrasse am Schlossberg-Plateau, Streetsoccerplatz auf der Murinsel, Pavillon als Jugendtreff im Stadtpark

    WIRTSCHAFT & ALTSTADT

    39. 2030 ist Bruck an der Mur ein „smarter“ Wirtschaftsstandort, der insbesondere die Nischen in der Stadtregion besetzt. „Smart“ wird bei jeder Unternehmensaktivität berücksichtigt. Neue, attraktive und kreative Wirtschaftsformen sind insbesondere im Stadtzentrum, im Bahnhofsquartier und in Bruck-Süd/Europan konzentriert und realisiert.

    40. Ansiedlungswillige Jungunternehmer werden gezielt angesprochen und gefördert: Die Schaffung eines Raum-, Service- und soziokulturellen Umfeldes, das Kreative in die Stadt zieht, wird gezielt forciert.

    41. Für das Minoritenviertel wird ein profilgebendes Mikroentwicklungskonzept erstellt und umgesetzt – z.B. als „Handwerkshaus der Hochsteiermark“ (vgl. Bad Goisern)

    42. Am Hauptplatz wird ein Nasch- und Genussmarkt eingerichtet.

    43. Bruck wird als Zentrum regionaler Produkte etabliert. Dazu zählen sowohl landwirtschaftliche Produkte aus der Region, für die Bruck an der Mur ein wichtiger Absatzmarkt ist, der zur Sicherung der produzierenden regionalen landwirtschaftlichen Betriebe beiträgt, als auch die Produkte der regionalen Klein- und Mittelbetriebe.

    44. Ein „Marktplatz der Kreativität“ wird als Markenpositionierungselement im Bereich der Ansiedlungspolitik für Kreative und Kreativbetriebe entwickelt.

    45. Ein professionelles Standortmanagement wird eingerichtet.Immobilieneigentümer, Investoren und interessierte Wirtschaftstreibende vernetzen sich unter dem Dach der „Brucker Wirtschaftsentwicklung- und Stadtmarketing-GmbH“ zur Entwicklung der Stadt.

    46. Eine Professionalisierung und ggf. Regionalisierung des Leerstandsmanagements wird angestrebt. Geschäfts- und Büroflächen im Stadtzentrum und im ganzen Stadtgebiet werden systematisch erfasst, vermarktet und bewirtschaftet, insbesondere mit Kreativwirtschaft, Dienstleistungs- und Servicebereichen.

    47. Maßnahmen zur – auch temporären – Bespielung von Erdgeschoßzonen: z.B. Co-Working-Spaces, Start-Up-Center, Pop-Up Stores werden etc. werden gezielt entwickelt und umgesetzt.

    48. Das Brucker Bahnhofsviertel ist der obersteirische Anknüpfungspunkt (Hub) für die Baltisch-Adriatische-Fernverkehrsachse und wird daher als ein nachhaltiges, städtisches Quartier positioniert und entwickelt. Das Forschungsprojekt „Zero Mile Hub 2.0“ wird konsequent, in Kooperation mit der Montanuni Leoben, der FH Joanneum, industriellen Leitbetrieben der Stadtregion, der ÖBB und dem Land Steiermark fortgeführt.

    49. Bruck-Süd/Europan ist das Tor zur Hochsteiermark mit exzellenter Anbindung an alle Verkehrs- und Mobilitätsachsen sowie der „Hub“ zwischen Natur/Weitental und Urbanität/Stadtzentrum.

    50. Der Handel in der Altstadt stellt „Qualität“, „Regionalität“ und „Authentizität“ in den Mittelpunkt. „Klein, aber fein“ steigert das Ambiente und die Aufenthaltsqualität in unserer Altstadt.

    51. Mit einer kommunalen Lehrstellenoffensive werden Anreize für die Fachausbildung von Jugendlichen in der Region geschaffen.

    52. Es werden Anreize für mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung gesetzt.

    53. Bruck an der Mur wird zur Gänze an das ultraschnelle Internet angebunden und nutzt dafür die Initiative des Landes Steiermark „Datenhighway 2020“.

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